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Osteoporose

Defintion
Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich bei der Osteoporose um eine systemische Knochenerkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur, das heißt eine Auflockerung der Knochenbälkchenstruktur und eine Herabsetzung der Stabilität des Knochengewebes, gekennzeichnet ist. Dabei verdünnt sich zunächst die innere Struktur der Knochen, später dann die äußere Schicht. Infolgedessen steigt das Risiko für Knochenbrüche und Verformungen, insbesondere an der Wirbelsäule und am Oberschenkel.

Primäre Osteoporose
Je nach Ursache, die der Erkrankung zugrunde liegt, unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Bei der primären Osteoporose kommt es ohne eine Vorerkrankung zum Abbau der Knochensubstanz. Es wird hierbei unterschieden zwischen der postmenopausalen Osteoporose, die vorwiegend bei Frauen während und nach den Wechseljahren auftritt und durch die verminderte Östrogenproduktion hervorgerufen wird, und der senilen Osteoporose, die mit zunehmendem Lebensalter sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu finden ist. Die Ursachen für eine senile Osteoporose liegen vermutlich vor allem in einer kalziumarmen Ernährung, einem Mangel an Vitamin D sowie in einer unzureichenden körperlichen Aktivität. Ab dem 45. Lebensjahr wird jährlich rund ein Prozent der Knochenmasse abgebaut. Deshalb ist es wichtig, in der Jugend vor allem durch eine ausreichende Kalziumzufuhr eine möglichst große Knochenmasse aufzubauen und so das Risiko einer senilen Osteoporose zu verringern.

Sekundäre Osteoporose
Im Gegensatz zur primären tritt die sekundäre Osteoporose als Folge einer anderen Erkrankung auf. Sie kann beispielsweise durch Störungen im Hormonhaushalt, durch verschiedene Krebsarten, durch eine gestörte Kalziumaufnahme bei Erkrankungen des Magen-Darmtrakts, durch Nierenerkrankungen, körperliche Immobilisation sowie durch eine Langzeitbehandlung mit Kortison hervorgerufen werden. Ist die Kalziumaufnahme über die Nahrung zu gering, so dass die Konzentration an Kalzium im Blut nicht im Normbereich gehalten werden kann, wird vermehrt Kalzium aus dem Knochen freigesetzt. Eine optimale Kalziumzufuhr mit der Nahrung ist daher eine wesentliche Vorraussetzung für einen optimalen Knochenaufbau.

Andere Faktoren
Allerdings wird die Knochenqualität auch durch zahlreiche andere Faktoren nicht unerheblich beeinflusst. So sind beispielsweise genetische Faktoren dafür verantwortlich, dass die Osteoporose in manchen Bevölkerungsgruppen trotz geringer Kalziumzufuhr nur selten auftritt. Östrogene fördern in der Pubertät den Einbau von Kalzium in die Knochen. Ihr Mangel nach den Wechseljahren führt zu einer Mobilisierung des Kalziums aus dem Skelett. Auch körperliche Aktivität kann vor einer Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen schützen und so eine altersbedingte Abnahme der Knochendichte verhindern. Ein Vitamin D-Mangel erhöht ebenfalls das Risiko für eine Osteoporose, da dieses Vitamin für eine optimale Aufnahme und Verwertung von Kalzium erforderlich ist. Eine erhöhte Protein-, Kaffee- sowie Kochsalzzufuhr fördert die Ausscheidung von Kalzium über den Urin. Übermäßiger Alkoholkonsum sowie Rauchen steigern ebenfalls das Osteoporoserisiko.

Vorbeugung und Therapie
Zur Vorbeugung einer Osteoporose sollte vorrangig versucht werden, durch eine optimale Kalziumzufuhr in jungen Jahren ausreichend Knochenmasse aufzubauen. Die maximale Knochenmasse wird mit 35 Jahren erreicht. Allerdings ist auch in höherem Alter die Zufuhr von Kalzium von großer Wichtigkeit, da durch eine adäquate Kalziumaufnahme der altersbedingte Knochenabbau deutlich verzögert werden kann. Milch und Milchprodukten kommt bei der bedarfsgerechten Kalziumzufuhr eine besondere Bedeutung zu. Sie enthalten große Mengen an gut verwertbarem Kalzium, weshalb ihre fettarmen Varianten ein täglicher Bestandteil der menschlichen Ernährung sein sollten. Achten Sie zudem auf regelmäßige Besuche im Freien, durch die eine Versorgung mit Vitamin D gewährleistet wird, sowie auf ausreichend körperliche Bewegung. Nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Therapie der Osteoporose sind eine kalziumreiche Ernährung sowie ausreichend körperliche Aktivität von großer Bedeutung. Zur Behandlung der Krankheit werden häufig auch Kalzium- und Vitamin D-Präparate sowie Östrogene verabreicht.
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