Strategien gegen Heißhunger-Attacken

Wer kennt ihn nicht, den Heißhunger, der scheinbar ohne ersichtlichen Grund in den unmöglichsten Situationen zuschlägt und uns wiederum zum Zuschlagen nötigt: am besten süß, besser noch süß und fettig. Wer abnehmen möchte und nicht gerade die mentale Stärke eines Zen-Mönchs besitzt, braucht konkrete Strategien, die wir hier vorstellen. Grundsätzlich gilt, dass Sie immer eine gesunde Snack-Alternative zu Ihren bisherigen Süßigkeiten im Haus haben sollten. Man hat sich doch nicht immer unter Kontrolle und das muss man auch gar nicht.
Strategien gegen Heißhunger-Attacken

Strategie Nummer 1: Vorsicht mit Light

Light-Produkte halten oft nicht das, was sie versprechen. Sie werden als besonders gesund und kalorienarm angepriesen, aber das ist häufig ein Etikettenschwindel. Manchmal wird der Zucker reduziert und das wird auf der Packung groß hervorgehoben. Dafür aber ist mehr Fett drin und damit ist die Kalorienzahl genauso hoch. Oder das Fett ist reduziert und dafür ist mehr Zucker drin. Unser Rat: sehen Sie sich genau die Werte auf der Packung an! Natürlich können Sie versuchen, sich zu quälen und dem Heißhunger eisern zu widerstehen, aber das ist nicht empfehlenswert. Für den Fall der Fälle sollten Sie Vollkornprodukte bereithalten, wie z.B. Pumpernickel. Diese enthalten langkettige Kohlenhydrate und der Körper braucht viel länger, um sie zu verwerten.


Strategie Nummer 2: Den Blutzuckerspiegel konstant halten!

Essen Sie regelmäßig! Heißhunger entsteht, wenn der Blutzuckerspiegel zu sehr fällt. Dies können Sie vermeiden, indem Sie alle paar Stunden eine gesunde Kleinigkeit zu sich nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, am Tag 5 Portionen Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Frühstücken Sie gut, essen Sie vormittags bspw. noch einen Apfel. Dann folgt ein reichhaltiges Mittagessen und nachmittags können Sie zum Beispiel ein paar Karotten oder Selleriestangen knabbern. Das Abendessen sollte nicht zu üppig ausfallen, da viele Menschen mit vollem Magen schlechter einschlafen.


Strategie Nummer 3: Keine unsinnigen Verbote!

Wenn Sie sich psychisch unter Druck setzen, ist Ihr Versuch abzunehmen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Gerade bei Stress isst man nämlich mehr! Wenn Sie alle Ihre Lieblingsspeisen und -Süßigkeiten vom einem auf den anderen Tag weglassen, ist der Heißhunger genau darauf praktisch vorprogrammiert. Sie werden an nichts mehr anderes denken können! Ab und zu können Sie sich eine „Sünde“ erlauben. Genießen Sie jeden Bissen und zelebrieren Sie Ihren „Sündenfall“! Verbote verleiten nur dazu, dass man doch schlussendlich das Verbotene tun möchte. Wenn Sie wissen, dass Sie ruhig mal ein Stück Schokolade essen dürfen, wird das Verlangen danach automatisch nachlassen.


Strategie Nummer 4: Stress vermeiden!

Wie bei der Strategie 3 schon erwähnt, isst man unter Stress und Anspannung mehr als sonst. Auch bei Kummer und Sorgen greifen viele zur Trostschokolade. Dieses „Essen für die Seele“ ist meist in der Kindheit erlernt und man sollte sich zunächst dessen bewusst werden. Erst dann können Sie Ihr Verhalten ändern. Führen Sie ein Stresstagebuch und analysieren Sie, wann und warum Sie zu ungesunden Snacks greifen. Bald werden Sie ein Muster erkennen und können daran arbeiten. Vollkornsnacks, Obst und Gemüse sind ein gesunder Ersatz für Schokolade und Co., wenn es mal gar nicht anders geht. Wenn Sie merken, dass Sie oft unter Stress stehen, sollten Sie weitere Maßnahmen ergreifen, z.B. einen Entspannungskurs besuchen.


Strategie Nummer 5: Ausreichend trinken!

Dieser Trick ist so alt wie wirksam: Trinken Sie bei Heißhunger ein großes Glas kaltes Wasser! Dies füllt einerseits den Magen, andererseits muss der Körper Energie aufwenden, um das Wasser zu erwärmen. Sie verbrennen also noch Kalorien, während Sie gegen Ihren Heißhunger antrinken! Wenn Ihnen kaltes Wasser zu unangenehm ist, trinken Sie einen heißen Tee. Auch dies füllt den Magen und suggeriert dem Gehirn, Sie hätten etwas gegessen.

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