Essen fürs Gehirn

Unser Gehirn verbraucht bis zu einem Fünftel der Energie, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Doch nicht nur die Menge, sondern auch die Kombination der Nahrungsmittel spielt eine Rolle. Mit der richtigen Ernährung können Sie Ihre Lern- und Leistungsfähigkeit unterstützen, besonders wenn Sie viel geistige Arbeit leisten, denn die Stoffwechselvorgänge im Gehirn können mit einer entsprechenden Ernährung positiv beeinflusst werden. Ihr IQ wird dadurch zwar nicht steigen, aber Sie halten Ihre Gehirnzellen fit und vermeiden Leistungstiefs oder überwinden diese schneller.
Essen fürs Gehirn

Vitamine

Besonders Vitamine aus dem B-Komplex spielen als Coenzyme eine wichtige Rolle für den Gehirnstoffwechsel und sorgen dafür, dass unser Gehirn richtig funktioniert. Coenzyme helfen den Enzymen, biochemische Prozesse durchzuführen.

Thiamin oder Vitamin B1 hilft den Gehirn- und Nervenzellen, Glukose umzusetzen. Fehlt es, mangelt es uns an Konzentrationsfähigkeit und wir werden müde oder sogar depressiv. Viel Vitamin B enthalten Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sowie Kartoffeln. Auch Schweinefleisch, Innereien und Fisch enthalten Thiamin. Vitamin B6 ist verantwortlich für den Eiweißstoffwechsel und ist ebenfalls in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten oder Kartoffeln, sowie in Milch, Gemüse und Obst enthalten. Ein Mangel wirkt sich negativ auf die Stimmung aus und führt zu Schlafstörungen.

Vitamin B12 ist lebenswichtig für die Blutbildung, aber auch die Energieaufnahme und das gesamte Nervensystem. Es sorgt für die Aufnahme von Folsäure in die roten Blutkörperchen und wird für den Aufbau des Rückenmarks benötigt. Milchprodukte, Eier, Vollkornprodukte und Fleisch liefern Vitamin B12. Folsäure oder Vitamin B9 ist wichtig für die Zellbildung und -erneuerung. Es ist an der Bildung von roten und weißen Blutkörperchen beteiligt, aber auch am Wachstum und damit am Eiweißstoffwechsel. Ein Mangel führt zu verschiedenen neurologischen Problemen wie Gedächtnisstörungen oder sogar einer Schrumpfung des Gehirns. Besonders Kinder sollten ausreichend damit versorgt sein, damit keine Entwicklungsstörungen auftreten. In Blatt- und Kohlgemüse, Tomaten, Kartoffeln, Orangen, Vollkorngetreide und Eiern sowie in Leber findet sich die lebenswichtige Folsäure.


Fett

Fett ist ein wichtiger Nährstoff und sollte nicht nur als Dickmacher angesehen werden. Besonders ungesättigte Fettsäuren wie die bekannten Omega-3-Fettsäuren sind maßgeblich am Stoffwechsel und am Energieaustausch beteiligt. Sie sind ein Bestandteil der Zellmembran und regulieren die Durchlässigkeit – je mehr ungesättigte Fettsäuren sie enthält, desto mehr Stoffe können hindurchgelangen.

Auch Arteriosklerose, also die „Verkalkung“ von Gefäßen, wird durch die ungesättigten Fettsäuren verhindert. Sie sorgen für eine gute Durchblutung nicht nur des Gehirns. Fische wie Hering, Makrele oder Lachs enthalten viele mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Aber auch Pflanzenöle wie Sonnenblumen-, Raps-, Distel- oder Olivenöl sowie Walnussöl und Walnüsse selbst sind gute Lieferanten.


Proteine

Das Gedächtnis ist Gegenstand zahlreicher Forschungen. Klar ist: unsere Wahrnehmung beeinflusst unseren Gehirnstoffwechsel und führt zu stofflich nachweisbaren Veränderungen im Gehirn. Proteine dienen als Informationsspeicher und werden auch als „Gedächtnismoleküle“ bezeichnet, da sie an Lernvorgängen beteiligt sind. Sie können sich sehr schnell an einen veränderten Stoffwechsel anpassen.

Aminosäuren, die Bestandteile der Proteine, sind einerseits Bausteine für zahlreiche Arten von Körpergewebe. Andererseits dienen Sie auch als chemische Vorstufen für Hormone, die Informationsüberträger im Nervensystem. Die in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Hülsenfrüchten enthaltenen Proteine können besonders gut vom Gehirn verstoffwechselt und genutzt werden. Auch Hafer, Nüsse und Soja sind als „Brain Food“ geeignet.


Kohlenhydrate

Glukose, auch bekannt als Traubenzucker, gilt als absoluter Energielieferant für das Gehirn. An Schule und Uni wird öfters zum Traubenzucker gegriffen, um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Leider stellt sich jedoch kurz darauf schon wieder ein Leistungstief ein: der Traubenzucker wird sehr schnell vom Darm verarbeitet, was zunächst zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. Dies sorgt aber in der Bauchspeicheldrüse für eine Insulinausschüttung und damit für eine schnelle Absenkung des Blutzuckerspiegels. Man bekommt sofort wieder Hunger und kann sich immer schlechter konzentrieren. Langkettige Kohlenhydrate wie sie in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse enthalten sind, werden im Darm in verschiedenen Geschwindigkeiten verarbeitet. In Kombination mit Fetten und Proteinen stellen sie Energie über einen längeren Zeitraum zur Verfügung.

slimcoach empfiehlt:

  • sorgen Sie für genügend Abwechslung auf dem Speiseplan
  • essen Sie keinen puren Traubenzucker, um sich über ein Leistungstief hinwegzuhelfen, sondern bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit komplexen Kohlenhydraten
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