Abnehm-Irrtümer die Sie kennen müssen!

Viele Gerüchte und Irrtümer über das Abnehmen halten sich hartnäckig, auch wenn sie längst wissenschaftlich widerlegt sind. Doch bei der täglichen Informationsflut bekommt man viele neue Forschungsergebnisse einfach nicht mit. slimcoach vermittelt, vor welchen Irrtümern rund um´s Abnehmen man sich hüten sollte!.
Abnehm-Irrtümer die Sie kennen müssen!

Irrtum Nr. 1: Man muss eine strenge Diät machen und darf sich nichts gönnen

Völlig falsch! Mangel führt zu Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit. Ihr Alltag wird Ihnen schwerer fallen, wenn Sie auf alles, was Ihnen schmeckt, verzichten müssen. Je mehr Sie sich verbieten, umso mehr schlagen Sie in schwachen Momenten - und die hat jeder von uns - zu und verlieren jedes Maß. Finden Sie heraus, worauf Sie auf keinen Fall verzichten können, beispielsweise auf Schokolade. Reduzieren Sie deren Konsum, aber streichen Sie sie nicht ganz vom Speiseplan. Essen Sie nicht gleich die ganze Tafel, sondern beschränken Sie sich einfach auf ein paar Riegel und lassen Sie die mit Genuss auf der Zunge zergehen. So können Sie nach wie vor genießen, sparen aber viele Kalorien!

Außerdem hilft gerade das bewusste Genießen beim Abnehmen. Essen Sie langsam und mit Bedacht, schmecken Sie jeden Bissen und machen Sie aus Ihrer Nahrungsaufnahme ein Fest. Wer schnell isst und alles hinunterschlingt, nimmt die Sättigungsgefühle zu spät wahr. Nehmen Sie sich zum Essen immer ausreichend Zeit!

Und setzen Sie sich nicht unter Druck, wenn Sie mal doch etwas mehr als Ihre geplante Schokoration zu sich genommen haben. Das ist nicht so schlimm, als wenn Sie sich Vorwürfe darüber machen. Tappen Sie nicht unnötig in die Psycho-Falle!

Irrtum Nr. 2: Kohlenhydrate machen dick

Das stimmt so nicht, denn es kommt in erster Linie auf die Qualität der Kohlenhydrate an: Handelt es sich um einfache oder komplexe Kohlenhydrate? Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot enthalten - besonders in der Vollkorn-Version - viele Ballaststoffe. Diese sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht hochschnellt, sondern nur langsam ansteigt. Hunger haben wir immer dann, wenn unser Blutzucker unter einen gewissen Wert fällt.

Wer einfachen Zucker konsumiert, der übrigens auch zu den Kohlenhydraten zählt, lässt seinen Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe schieß und muss schon bald wieder mit Heißhunger rechnen. Daher sollten Sie Vollkornprodukte grundsätzlich vorziehen und fest in Ihren Speiseplan integrieren. Diese sättigen nicht nur länger und besser, sie sorgen aufgrund der Ballaststoffe auch für eine bessere, normalisierte Verdauung. Und wie man inzwischen weiß, ist eine ausgeglichene Verdauung ein wirklich wichtiger Faktor für die Gesundheit, auch die psychische!

Irrtum Nr. 3: Viel Obst macht schlank

Leider ein Irrtum. Natürlich ist Obst gesund und als Süßigkeit in jedem Fall verarbeiteten Lebensmitteln vorzuziehen, allein schon aufgrund des Gehalts an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Aber Sie nehmen nicht ab, wenn Sie nur noch Obst essen. Die Süße aus Früchten ist nun einmal auch Zucker und beeinflusst den Insulinspiegel. Und je höher dieser ist, desto schwerer fällt es dem Körper, seine Fettreserven abzubauen.

Alles in Allem zählt nur die Energiebilanz: Nehmen Sie weniger auf, als Sie verbrauchen, nehmen Sie ab. Dabei sollen Sie sich nicht selbst kasteien, sondern Ihre Ernährungs- gewohnheiten so umstellen, dass eine Portion süßes Obst, oder auch ein Schokoriegel, eben einfach nicht wirklich ins Gewicht fallen. Greifen Sie lieber zu Gemüse anstelle von Obst, denn auch dieses hat viele wichtige Inhaltsstoffe, aber eben deutlich weniger Zucker.

Irrtum Nr. 4: Light- und zuckerfreie Produkte helfen beim Abnehmen

Auch das ist ein populärer Irrtum. Nur, weil etwas weniger Kalorien hat, heißt das noch nicht, dass man sich damit einfach vollstopfen kann. Doch leider erliegen viele dieser Versuchung und essen dann einfach mehr, da es sich ja um ein Lightprodukt handelt. Oder sie ersetzen das eine Nahrungsmittel durch ein Lightprodukt und gehen davon aus, von den normalen Lebensmitteln mehr essen zu können. Auch das ist ein Trugschluss.

Außerdem muss hier leider mit Etikettenschwindel gerechnet werden, die Verbraucher- zentralen weisen schon seit Jahren darauf hin: Light ist nicht gleich gesund oder kalorienarm. Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger, wenn man diesen aus einem Lebensmittel entfernt, muss entweder mit künstlichen Aromastoffen oder mit Zucker nachgeholfen werden. So entpuppt sich ein vermeintlich leichtes Produkt oftmals als wahre Kalorienfalle. Werfen Sie, wenn Sie sich unsicher sind, einfach einen Blick auf die Rückseite der Verpackung und sehen Sie nach, wie viele Kalorien das Produkt wirklich hat.

Irrtum Nr. 5: Wenig oder gar nichts zu essen macht am schnellsten schlank

Richtig ist: Wenig oder gar nicht zu essen macht am schnellsten krank! Und schlank schon gar nicht, denn früher oder später stellt sich unweigerlich Heißhunger ein, der dann zu regelrechten Fressattacken führen kann. Physiologisch ist es zudem so, dass sich der Körper bei einer starken Reduktion der Kalorienzufuhr auf eine Notzeit einstellt und auf den sog. Hungerstoffwechsel umschaltet: Er fährt seinen Stoffwechsel herunter, drosselt die Körpertemperatur, reduziert die Organ- und Gehirntätigkeit - alles mit dem Ziel, seinen Energieverbrauch zu ökonomisieren, damit er länger überleben kann.

Diese Reaktion ist seit Jahrmillionen genetisch verankert und lässt sich nicht einfach austricksen, wie es manche Diäten oder Arzneimittelhersteller glauben machen wollen. Da im Zuge des Hungerstoffwechsels auch noch die Muskulatur abgebaut wird, geht der Stoff- wechsel stetig weiter herunter. Auch das Immunsystem kann bei strengen Diäten nachhaltig geschädigt werden, sodass schon aus diesem Grunde dringend davon abzuraten ist, die Energiezufuhr stark einzuschränken, nur um schnell Gewicht zu verlieren.

Irrtum Nr. 6: Viel Schwitzen beim Sport oder in der Sauna macht schlank

Leider nicht - und das ist eigentlich ganz logisch: Beim Schwitzen verliert der Körper Wasser. Und Wasser ist nunmal kein Fett. Vielleicht sehen Sie kurzfristig schlanker oder straffer aus und fühlen sich auch so, wenn Sie eine schweißtreibende Bewegungseinheit hinter sich haben. Manche Menschen lagern viel Wasser ein und können sehen, wie sich der Umfang zum Beispiel an den Waden verringert, wenn diese Wassereinlagerungen abgebaut sind. Nur weil Sie stark schwitzen, heißt das aber nicht, dass Ihr Körper gerade Fett verbrennt. Zuerst einmal holt er sich bei einer körperlichen Anstrengung sowieso den Zucker, um schnell Energie zu gewinnen.

Irrtum Nr. 7: Wer abends noch isst, nimmt zu

Oftmals heißt es, nach 19 Uhr sollte man nichts mehr essen bzw. vier Stunden vor dem zu Bett gehen die letzte Mahlzeit zu sich zu nehmen. Dann würde man abnehmen, sozusagen im Schlaf schlank werden. Das ist falsch, denn letztlich kommt es nicht darauf an, wann man die Kalorien zu sich nimmt, sondern wieviele es über 24 Stunden verteilt tatsächlich sind. Wenn Ihre Energiebilanz negativ ist, also wenn Sie mehr Kalorien verbrauchen, als Sie zuführen, nehmen Sie ab. Ist Ihre Energiebilanz hingegen positiv, dann nehmen Sie zwangsläufig zu.

Tatsächlich sinnvoll ist es, vor dem Schlafengehen keine oder nur wenige Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, damit der Körper über Nacht von den Fettreserven zehrt, also Fett abgebaut wird. Stattdessen sollten Sie abends eiweißreiche Kost und Gemüse essen - und dabei auf die Gesamtkalorien zu achten.

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